Namen sind Schall und Rauch

Wen durfte ich hier an einem Teich im Naturschutzgebiet aus der Ferne beobachten? Es handelt sich um ein Teichhuhn mit Küken bei der Fütterung. Faszinierend, was man nicht alles entdeckt, wenn man nur genau hin schaut.

Übrigens: Bei der Recherche für diesen Post fand ich verschiedene Namen für dieses Tier. Neben Teichhuhn ist auch Teichralle geläufig. Ebenso haben wir gerade diskutiert ob es nicht korrekt «grünfüßiges» Teichhuhn lauten müsste. Kurze Zeit der Diskussion war uns nicht klar, ob wir überhaupt vom gleichen Tier sprechen. Und genau hier liegt das Problem mit den sogenannten Trivialnamen. Häufig benennen sie offensichtliche Merkmale der Lebewesen. Dieser Vogel ist im Teich anzutreffen und, was man auf dem Foto nicht erkennen kann, er hat grüne Füße. Er könnte aber genauso gut «rotschnäblig» benannt werden oder ähnlich. Trivialnamen sind nicht standardisiert und daher nicht bindend. Dies kann unter Umständen zu Problemen führen, wenn man sich in der Wissenschaft über bestimmte Arten austauschen möchte. Ähnlich wie bei uns eben. Aus diesem Grund hat Carl von Linné 1753 die binäre Nomenklatur eingeführt. Nach seiner Regel setzt sich jeder Artnamen aus dem Namen der Gattung und dem Zusatz für die Art zusammen. Ergo: es handelt sich um Gallinula chloropus. Dieser Namen (immer kursiv geschrieben) ist verbindlich und auch über verschiedene Sprachen hinweg gültig. Das erleichtert die Kommunikation immens. Nur leider sind sie furchtbar schwer zu merken.

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