Was haben Lehrpersonen vom wissenschaftlichen Arbeiten?

Wie in einem vorherigen Post angekündigt, haben die Studierenden im Seminar selbst beschrieben, wie sie vom wissenschaftlichen Arbeiten profitieren können. Ich fasse einige Aussagen stichwortartig zusammen:

  • Lernen um Wissen weiterzugeben
  • Hilfe beim Hinterfragen
  • Kritisches Denken
  • Selbstkritik
  • Reflektiertes Unterrichten
  • Neue Erkenntnisse
  • Objektives Handeln
  • Evidenzbasiertes Handeln
  • Horizonterweiterung

Es war eine sehr spannende Sitzung und ich war überrascht, wie vielfältig der Nutzen eingeschätzt wird!

Wenig überraschend war (ich habe nachgefragt), dass bei der ersten Frage (siehe Bild) fast alle an Naturwissenschaften dachten, ca. die Hälfte hat auch Geisteswissenschaften einbezogen, aber an Bildungswissenschaften hat erst mal niemand gedacht. Ich bin gespannt, ob sich das im Laufe des Semesters ändern wird. Ich werde berichten.

Update

Zusätzlich zu der offenen Befragung der Studierenden hatten wir eine Online-Befragung durchgeführt. Dazu liessen wir die Studierenden die Vorteile (Aspekte der Professionalisierung), die sie laut Curriculum durch das Modul erhalten konnten, einschätzen. Diese Befragung wurde sowohl vor als auch nach dem Semester durchgeführt und die Einschätzungen verglichen.

Es zeigte sich, dass die Studierenden in allen Aspekten der Professionalisierung (tendentiell) als weniger bedeutend eingeschätzt wurden.

Diese Ergebnisse entsprachen natürlich nicht unseren Hypothesen, bzw. wir hätten uns gewünscht, dass die Studierenden durch das Kennenlernen der Forschung diese für relevanter einschätzen. Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass durch das Seminar die eingeschätzte Bedeutung abgenommen hat. Es ist jedoch auch möglich, dass sich durch ein Semester Studium die Perspektive oder der Referenzrahmen der Studierenden verändert hat und somit die Ergebnisse der beiden Befragungszeitpunkte nicht direkt vergleichbar sind. Ausserdem ist einschränkend anzumerken, dass zum ersten Befragungszeitpunkt 100 und zum zweiten nur 56 Studierende teilgenommen haben (bekanntlich werden gegen Ende des Semesters die Fehltermine in Anspruch genommen). Leider haben wir die Befragung völlig anonym durchgeführt, sodass wir keine Zuordnung zwischen erstem und zweitem Befragungszeitpunkt herstellen können. Somit ist ein „Flaschenhalseffekt“ nicht auszuschliessen, was bedeutet, dass die Möglichkeit besteht, dass wir zum zweiten Zeitpunkt überwiegend Personen befragten, die tendenziell kritischer gegenüber den Aspekten eingestellt sind.

Auf jeden Fall haben wir aus der Befragung gelernt und wir werden im nächsten Semester die Möglichkeit haben, einiges zu verbessern!

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